Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

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2. Kongress für Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Integration und Desintegration Europas

Bonn, 19.‒22. April 2017

 

Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte (GSWG)

Wirtschaftshistorischer Ausschuss im Verein für Socialpolitik (VfS)

CfP-Deadline: 31. August 2016

Die Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und der Wirtschaftshistorische Ausschuss des Vereins für Socialpolitik veranstalten gemeinsam ihren 2. Kongress für Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Wir laden hiermit herzlich dazu ein, Beiträge einzureichen.

Die Tagung wird sowohl Beiträge zum Kernthema enthalten als auch einen offenen Teil mit Sektionen, deren Themen nicht vorgegeben sind.

Das Kernthema lautet:

„Integration und Desintegration Europas:

Wirtschafts- und Sozialhistorische Beiträge“

Die arbeitsteilige Organisation der Produktion in einem nationalstaatlich heterogenen Wirtschaftsraum kennzeichnet seit langem die Wirtschafts- und Sozialgeschichte Europas. In der Gegenwart hat sich dieses Prinzip zu einem der komparativen Vorteile des europäischen Wirtschaftsraumes entwickelt, und es war eine Triebfeder für die politische Integration. Die geplante Tagung soll in einer langfristigen historischen Perspektive wirtschaftliche und soziale Kohäsions- und Adhäsionskräfte in Europa behandeln. Welche Akteure und Institutionen, welche Ereignisse und Entwicklungen haben die sozioökonomische Integration und Desintegration in Europa sowie Europas in und mit der Welt beeinflusst, befördert bzw. gebremst?

Erwünscht sind Beiträge im Zeitraum vom Mittelalter bis zur jüngsten Vergangenheit, die die genannte Fragestellung aus der Perspektive von Individuen, Unternehmen, Gruppen oder Staaten untersuchen. Ebenso willkommen sind Fallstudien und vergleichende Beiträge.

Die Veranstalter laden dazu ein, Einzelbeiträge und Sektionen in deutscher oder englischer Sprache sowohl zum Kernthema als auch zum offenen Teil einzureichen.

Zu jedem Beitrag werden folgende Informationen an

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in einer pdf-Datei erbeten: Beitragstitel; Name und kurzer Lebenslauf der Autorin/des Autors/der Autor(inn)en; Kontaktinformation; Zusammenfassung des Beitrags (200 Wörter).

Die Einreichungsfrist endet am 31. August 2016.

 

Programmkommission:

Prof. Dr. Carsten Burhop (Wien)

Prof. Dr. Gerhard Fouquet (Kiel)

Prof. Dr. Jan-Otmar Hesse (Bayreuth)

Prof. Dr. Günther Schulz (Bonn)

Prof. Dr. Mark Spoerer (Regensburg)

 

Friedrich Lütge-Preis 2017 der Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

Wie in den vergangenen Jahren schreibt die Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte (GSWG) für 2017 wieder den Friedrich Lütge-Preis für hervorragende Dissertationen auf dem Gebiet der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte aus. Der Preis ist mit 1.500 € dotiert.

Der alle zwei Jahre verliehene Preis ist nach dem Gründungsvorsitzenden der GSWG, Friedrich Lütge, benannt. Unter Federführung von Friedrich Lütge und unter Beteiligung von Wilhelm Abel, Hermann Kellenbenz und Herbert Hassinger wurde am 18. Februar 1961 in Frankfurt am Main die GSWG gegründet. Lütge war von 1961 bis zu seinem Tod 1968 Vorsitzender der Gesellschaft.

Über die Vergabe des Friedrich Lütge-Preises entscheidet eine dreiköpfige Jury, bestehend aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und dem Schriftführer der GSWG. Die Arbeiten dürfen noch nicht publiziert sein und nicht mehr als 400 Druckseiten (pro Seite 3.200 Zeichen einschließlich Leerzeichen) umfassen. Für das Begutachtungsverfahren werden die Dissertation, Kopien der Dissertationsgutachten und ein kurzer Lebenslauf benötigt, jeweils als Papierausdruck und als Datei.

Arbeiten, die bei der Preisverleihung berücksichtigt werden sollen, können bis zum 15. Oktober 2016 beim Vorsitzenden der GSWG, Prof. Dr. Günther Schulz, eingereicht werden. Der Preis wird auf der 27. Arbeitstagung der GSWG im Frühjahr 2017 verliehen.

Kontakt:

Prof. Dr. Günther Schulz
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität
Institut für Geschichtswissenschaft
Abt. Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
Konviktstraße 11 53113 Bonn
Telefon: +49 228/73-5172
Telefax: +49 228/73-5171
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Ankündigung der 27. Arbeitstagung

Die nächste Arbeitstagung der Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte findet von Mittwoch, 19.4.2017, bis Samstag, 22.4.2017, in Wien statt.

 

Friedrich Lütge-Preis 2015 für Dr. Matthias Schmelzer

Den Friedrich Lütge Preis 2015 erhielt Dr. Matthias Schmelzer für seine Dissertation "The hegemony of growth. The making and remaking of the economic growth paradigm and the OECD". Gegenstand ist zum einen die Institutionengeschichte der OEEC/OECD: Gründung, Organisation, Arbeits- und Funktionsweise. Zum anderen werden die Entstehung des modernen Wachstumsbegriffs seit den 1930er Jahren sowie die Herausbildung, Strukturen und Wirkungsweisen internationaler wissenschaftlicher Beratung untersucht. Das zeitliche Schwergewicht liegt auf den Jahren von 1949 bis 1974. Der Verfasser analysiert die Entstehung von Wachstum als universalem Maßstab ökonomischer Entwicklung und die Wachstumskonkurrenz zwischen West und Ost nach dem Zweiten Weltkrieg in realwirtschaftlicher Hinsicht wie bezüglich der Wachstumsziele und -politik. Er arbeitet heraus, dass es seit den 1960er Jahren auch wachstumskritische Töne in der OECD gab und stellt eine neue Deutung der Ölpreiskrise 1973/74 vor: Sie sei nicht der Beginn von Wachstumspessimismus gewesen, sondern Katalysator für den erneuten Bedeutungsgewinn des Wachstumsparadigmas.

Mit der Auszeichnung würdigt unsere Gesellschaft eine herausragende Forschungsleistung und macht auf wichtige neue Entwicklungen im Fach aufmerksam. Die Studie ruht auf breiter Archivbasis (OECD-Paris und weitere Archive). Über die historische Analyse hinaus ist sie von großer Aktualität, beispielsweise was den Rückgriff auf Erfahrung mit dem Marshallplan anlangt. Sie ist eine Pionierstudie, die - transnational ausgerichtet - die Pfadabhängigkeit von Definition und Messung von Wachstum, die Rolle und Funktionsweise internationaler Experten und Beratungsgremien und damit auch Ziele, Wirkungen und Funktionsweise einer internationalen Organisation herausarbeitet, die über soft power strategies ein hohes Maß an nachhaltiger Wirkung erzielte und weiter erzielt.

Die Dissertation entstand an der Viadrina (Frankfurt/Oder) im Rahmen des Doktorandenkollegs "Transformations in Global Governance. Europe and the World Order in Historical Perspective" und wurde dort von Alexander Nützenadel betreut. Der Verfasser arbeitet jetzt am Paul Bairoch Institute of Economic History der Universität Genf. Die Publikation der Studie ist bei Cambridge University Press angekündigt.

 

Mitgliederbrief Nr. 93

Den Mitgliederbrief Nr. 93 finden Sie hier

 


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